Sonntag, 28. Juni 2020
Report #78
Zustand: Lichtgeblickt.

Mit Rückschlägen geht es aufwärts. Aber es geht aufwärts. Nicht einfach in einer deprimierenden Umgebung von Depressiv-Gestalten.

Mangelnder Pathos. Stillständigkeit. Selbstinduzierte Machtlosigkeit. Akzeptanz der eigenen Unzulänglichkeit.

Ist es zuviel verlangt, ja oder nein zu sagen? Es ist ermüdent und das einzige was ich tue, ist Fragen zu stellen. Fragen um Gedanken zu wecken, Ideen zu beschwören und einen Schalter umzulegen, aber ich bin kein Therapeut. Und die Antworten egal, da es nur Ausflüchte sind.

Hilf dir selbst, Kas. Du bist auf dem richtigen Weg, sage ich mir. Du bist nicht sie, Kas. Und du wirst nie wie sie, Kas. Wenn du jemanden verantwortlich machst für dein Leben, Kas, dann dich. Nicht die Umstände und all das. Das wärst nicht du, Kas.

Du bist dein eigenes Versagen, Kas. Und deshalb auch all das Potenzial, dass auf diesen einen Moment wartet, aus dir herauszubrechen. Bereite dich vor, Kas. Sei du selbst, Kas und bleibe es. Lass dir nicht die Laune versauen, Kas.

Sie können dir nicht das geben, was du brauchst, Kas. Niemand kann das. Nur du kannst das, Kas und das weißt du. Akzeptiere die Sehnsucht in dir und mach dich frei von allen Zwängen und hadern.

Suche nicht, nach deinem Platz in der Welt, Kas, sondern finde den Platz der Welt in dir.

Was bleibt?
Nur ich.

Wir geben uns nicht auf, Kas.
Wie könnten wir auch.
Wir werden nicht zu Grunde gehen, Kas.
Wie könnten wir auch.
Wir werden nicht wie sie.
Wie könnten wir auch.
Wir sind nicht sie.

Erschöpft, befreiende, liebende Grüße,
Kas

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Samstag, 30. Mai 2020
Report #77
Zustand: schlecht.

Ich fühle mich nicht gut. Seit Corona habe ich 8 Kilo zugenommen. Ich bin vereinsamt. Ich bin kreativ tot.

Eigentlich sollte ich dieses Semester meine Abschlussarbeit schreiben, aber ich drücke mich davor, schiebe sie vor mir her und fange nicht an.

Ich fühle mich einfach nicht gut. Ich trinke zur Zeit viel. Wirklich viel. Und ich lese wieder mehr. Glücklicherweise.

Ich überlege einen Alkoholfreien und "Zuckerfreien" Monat im Juni einzulegen. Schaden würde es mir körperlich sicher nicht, aber ob ich das seelisch verkrafte?

In irgendwas muss man sich ja ertränken.

Ach, ich geb's hier auf.

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Samstag, 25. April 2020
Report #76
Zustand: erschöpft.

Die Kontaktbeschränkungen schlägt mir weiter aufs Gemüt. Ich bein ein geselliger Mensch, ich brauche die Bars und Kneipen der Stadt für meine Persönlichkeit. Da bin ich Mensch, da darf ich's sein. Komische Fragen steigen in meinem Kopf auf, auf die ich nicht Stolz bin.

Wer betreut die post-traumatischen Tankstellenmitarbeiter, wenn nun täglich maskierte Menschen ihre Tankstelle betreten und sie an vorherige Überfälle erinnert werden?

Was passiert, wenn ich mir ein Hakenkreuz oder andere verfassungsfeindliche Symbole auf den Mundschutz sticke? Dürfen Polizisten sie mir abnehmen, obwohl ich dann eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit begehe und sie meine Gesundheit vorsätzlich gefährden? Oder ist das Polizeigewalt? Oder Polizeigewalt II? Falls sie das nach obriger Inspiration tun, empfehle ich ihnen das nicht in ominösen ostasiatischen "Massage"-Studios zutun. Sonst sieht das erfahrungsgemäß schwer aus mit dem Erklagen von Millionen von deutschen Steuergeldern als Schadensersatz. (Sehen Sie, wie gemein mich das alles macht? Das kann doch alles nicht gesund sein. Ach, ich bitte, jemand verstehe die Referenz, auch wenn ich mich schäme.)

Was ist die groteskeste Maske? Sturmhaube, Fetisch-BDSM-Kram? Gasmaske? Pestdoktorenmaske?

Wissen Sie zu welcher Person ich zur Zeit am meisten physischen Kontakt habe? Der Sicherheitsmann meines örtlichen Supermarkts. Im Vergleich zu den Verkäufer/innen scheint er nicht in Schicht zuarbeiten, sondern ist immer da. Da würde ich aber mal mit meiner Gewerkschaft reden, wenn ich er wäre.

Ich hatte mal, wie auch anders, spätnachts die Diskussion in einer Bar was der natürliche Lebensraum des Menschen ist. Und ganz sicher nicht 20qm alleine im dritten Stock in einem heruntergekommenen Stadtviertel einer deutschen Stadt. Aber der natürliche Lebensraum des Bieres ist das Fass. Da waren wir uns einige. Gute, alte Zeit.

Was soll's.
Kann nur bergauf gehen.
Kann nur besser werden.

Adieu unso,

Kas

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Mittwoch, 1. April 2020
Report #75
Zustand: Unkritisch.
aber ich habe Sehnsüchte nach den Kneipen der Stadt.

Ich hänge zu Hause, schlafe, trinke und versinke. Ich müsste arbeiten, doch ich kann mich nicht dazu aufraffen, ich müsste was lesen, doch mir fehlt die Muße.

Ich bin fast jeden Tag draußen, spazieren, die Sonne und die frische Luft genießen.

Bewegung ist gesund.
Frische Luft ist gesund.
Sonne ist gesund.
Natur ist gesund.

Sozialer Kontakt ist gesund, aber ist nicht.
Intimität ist gesund, aber ist nicht.

Ich würde gerne wieder mehr schreiben, doch mir fehlt die Muse. Ich habe kurzeitig überlegt, hier einen Kurzgeschichten/Erzählungen-Wettbewerb auszurufen, aber hier ließt ja keiner mit. Ich habe einige grobe Ideen: Thema - Post-Corona Dystopia oder doch Post-Corona Euphoria ? Weiß ich nicht, fände ich beides spannend. Die Kreativität ist unbegrenzt.

Und sonst gestehe ich: Ich habe erstmals Online-Dating ausprobiert. Zugegeben, vielleicht nicht der beste Zeitpunkt. Oder vielleicht doch?
Ich weiß es nicht, aber es fühlt sich komisch an. Ich glaube, es ist nicht meins. Aber wieso denn nicht?

Es ist so erschöpftend sich irgendwelche kurze Texte zu schreiben, sich vorzustellen, Fragen zustellen und nie wirklich überzeugt zu sein. Auf Bildern geht einfach die Austrahlung verloren, es ist schwer Menschen so einzuschätzen:

Wie würdest du dich charakterlich in drei Worten beschreiben?

Wirklich? Wieso? Mit Verlaub, ich glaube, das ich, und jeder andere Mensch sich nicht in drei Worten zusammenfassen lässt. Oder geht es darum welche drei Wörter ich auswähle und welche angebliche Bedeutung man daraus lesen kann?

Na dann vielleicht Spaghettiplantage und Echtholzmünzkassette. Wie das sind nur zwei? Ich weiß, ich bin rebellisch. Was ein Unsinn.

Ich verstehe ja die Idee dahinter, aber so lernt man doch niemanden kennen.

Ehrlich, treu und liebenswürdig.

Uff. Was sagt das über dein Menschenbild aus, wenn du dir Ehrlichkeit als charakterliche Eigenschaft die dich charakterisiert nennst? Und welcher Untreue würde Untreue nennen? Das macht mich wahnsinnig.

Spaghettiplantage, Echtholzmünzkassette und wahnsinnig. Irgendwie fehlt noch die Alkohol-Komponente um mein Opus magnum zu vollenden. Da muss ich vielleicht noch etwas an der Münzkassette feilen, ist ja immerhin aus Echtholz und daher noch zerschreinerbar. Aber an der Spaghettiplantage wird nicht gerüttelt. Tut der Pasta nicht so gut, weiß man doch.

Ich verfalle im Unsinn, aber was ich eigentlich sagen möchte oder leider feststellen muss: Ich bin bisher nicht von den Damen überzeugt (und sie wahrscheinlich auch nicht von mir, auch wenn ich mich anständiger Verhalten habe als es hier vermuten lässt!). Zu wählerisch? Vielleicht, wahrscheinlich. Kann ich mir das leisten? Vielleicht, wahrscheinlich nicht.

Ich meine, mein Notfallplan steht: Als oberster Papa vom heiligsten Stuhl als Nimrod (I.) die Stadt Rom und den Erdkreis segnen. Da sehe ich mich nach meinem Studium, schöne Frau und du so?

Genervt feilende Grüße eines wahnsinnigen Pasta-BauersPflanzers,

Kas

PS: Ich rätsel gerade, ob man Betreiber eine Plantage wirklich auch Bauer nennt. Und nein, der korrekte Begriff scheint Pflanzer zu sein. Nichts zu danken. Digitale Lehre wird groß geschrieben in Krisenzeiten.

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Donnerstag, 23. Januar 2020
Report #74
2020. Und genauso rastlos wie zuvor.

Ich habe gut eine viertel Stunde an dem eigentlichen Text geschrieben und ihn dann doch gelöscht. Zu wirr, unsortiert, chaotisch.

Wie ist der Stand, Kapitän?

Wir versinken im Sumpf des Stresses. Aber wenn der Kahn hält, haben wir den Sturm in drei Wochen überlebt.

Und selbst, Matrose?

Wir arbeiten an uns, wie immer, Kapitän. Irgendwann, Kapitän, ziehen wir es durch. Keine Gnade. Irgendwann.

Was bedrückt das Herz, Reisender?

Wenn ich's nur wüsst!...

Ahoi und Bon voyage,
Kas

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Freitag, 6. Dezember 2019
Report #73
Ich müsste lügen, um zu sagen, dass ich nicht von mir selbst enttäuscht bin.

Ich habe versagt. So einfach. Ein Versager. Das bin ich.
Ich habe mich selbst belogen und morgen ist meine letzte Chance, wenn überhaupt.

Was kann der Mensch verlieren, wenn er nichts zu verlieren hat?

Wer bin ich und wer war ich? Und wer dachte ich zu sein?

Ich sitze am Schreibtisch, lerne für meine Prüfung morgen. Vor mir, unweit des Laptops brennt eine Kerze und aus den Boxen erklingen leise polnische Soldatenlieder aus dem 18. und 19. Jahrhundert und ich verstehe kein Wort. Wie sollte ich auch, ich spreche kein polnisch, aber die unbekannten, fremden Wörter beruhigen mich ungemein. In der linken halte ich meine Dose Bier und in der rechten den Stift mit dem ich mir Sachen notiere. Das Fenster ist gekippt und bringt neben kalten Luftstößen, den Klang des leise fallenden Regens hinein.

Und in meinen Gedanken, die abschweifen von der Prüfung zu Träumen, sammelt sich die Husaria ein letztes Mal in eben jener Kälte und jenem leisen Regen dort draußen. Sie schauen den Hügel hinab auf dunkle, nur Schattengestalten. Mit einem letzten aufbäumen, stürmen sie los, wohlwissend, das diese Zeit nicht mehr die ihrige ist und das aller alter Ruhm verblassen wird, wie die Erinnerung an das heutige, stolze Ende. Die Schläge der Hufen und das flattern ihrer Flügel übertönt jeden Regen und beschwört den ehrfürchtigen Hall der einst im ganzen Königreich Polen, im Großfürstentum Litauen, in Ruthenien und am Kahlenberg erklang.

Und nur die Enttäuschung bringt mich zurück. Eine andere Pflicht ruft, meine Pflicht. Mir bleibt nichts anderes, als mich wieder meiner Prüfung zu widmen und meine Kreativität und Sehnsüchte zu begraben.

Kas

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Montag, 2. Dezember 2019
Report #72 - Entnüchterung
Ich möchte den kurzen Moment ihrer Aufmerksamkeit nutzen, um Sie, verehrte Leser und verehrteste Leserinnen, auf zwei schwere Missstände aufmerksam zu machen:

1. Obwohl die Nacht des ersten auf den zweiten Dezember bereits vergangen ist, fand sich niemand zusammen um gemeinsam mit mir, die kasgraische Entnüchterung gebürdig zu zelebrieren. Nach 30 Tagen der Abstinenz, des Entsagens und der Blaukreuzlerei hatte ich mir, von den nicht verstorbenen Saufbrüdern, mehr feuchtfröhliche Hingabe gewünscht.

Dementsprechend, mag Sie es nicht verwundern, dass ich meinen engen Kontakt zur schlechten Gesellschaft bereits überdenke, und überlege, Kontakt zu noch schlechteren Gesellschaften zu ersuchen.

2. Entnüchterung ist kein deutsches Wort, welches die Adelung der Aufnahme in den Folianten namens Duden geschafft hat. Erschreckend, liebe Leser und liebste Leserinnen, ich weiß.

Orientiert am Artikel zum "ausnüchtern" schlage ich deshalb vor:

entnüchtern, schwaches Verb

Bedeutung:
1. nach übermäßiger Abstinenz wieder betrunken werden
Beispiele:
- die Polizei hatte ihn in eine Bar gebracht, wo er entnüchtern sollte.
- (auch entnüchtern + sich:) im Krankenhaus musste er sich entnüchtern

2. nach übermäßiger Abstinenz wieder betrunken machen
Beispiele:
- in dieser Bar werden Nüchterne entnüchtert.

Anfragen zur Unterschreibung oder zur Unterstützung von und zu Petitionen, bitte direkt an mich. Nur gemeinsam können wir was bewegen.


Und mit allerletzter Ernsthaftigkeit, liebe Leser und Leserinnen: Kann es eine Sucht sein, wenn man sich nach dreizig anstrengenden Tagen auf seinen ersten Tropfen kühles Bier freut?

Kas

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Montag, 11. November 2019
Report #70
Was soll ich sagen oder schreiben? Es ist etwas her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Dass ich überhaupt etwas geschrieben habe.

Ich habe einen alkoholfreien Monat gestartet und befindet mich als gerade doch tatsächlich im zehnten abstinenten Tag. Ob ich es bis zum 30. November wirklich durchhalte? Ich weiß es nicht. Aber ich versuch's und bin bester Dinge.

Zur Zeit habe ich eh genug zu tun und zu wenig Zeit mich mit Katern und Kneipennächten herumzuschlagen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich einen der Abende in diesem Monat schon als nüchterne Barfly in einer urigen Kneipe verbracht habe. Man braucht keinen Alkohol um sich einen ganzen Abend bis spät in die Nacht in eine verrauchte Kneipe zu setzen, Löcher in die Luft zustarren, über sein Leben nachzudenken und mit anderen, weniger nüchternen Verlorenen zu reden.

Um ehrlich zu sein, war es für mich eher ein Willenstest. Wann ist der gesellschaftliche Druck und der eigene Drang größer, als nach Mitternacht in einer verrauchten Bar voller An- und Betrunkener? Aber mit Bravour bestanden, wenngleich ich das wohlige Gefühl vermisst habe.

Ich bin im Stress. Mein Studium ist fast zu Ende und ich habe die Gelegenheit genutzt, meinen Stundenplan besonders voll mit allerlei Veranstaltungen zu packen. Und dann nebenbei natürlich noch arbeiten, immer mit dem unterbewussten Druck etwas abliefern zu müssen. Und all die kleinen und großen Projekte die mir im Kopf rumschwirren und keine Zeit finden um umgesetzt zu werden.

Wenn ich retroperspektiv auf meine letzten Jahre zurückblicke, habe ich mein Studium gelebt. Nicht im Sinne von haufenweise feuchtfröhliche Studentenpartys, sondern das die Uni immer mehr oder weniger an erster Stelle stand und mein Leben bestimmt hat. Aber ich habe es geliebt und ich liebe es noch. Es gibt mir viel, auch wenn es mich erschöpft.

Warum ich darüber nachdenke?
Ich hatte eine Diskussion mit einem guten Freund, wann ich mich das letzte Mal gelangweilt habe. Und ich kann mich nicht daran erinnern. Ich habe nie nichts zu tun oder wenn ich bewusst nichts tue, ist mir nicht langweilig. Ich weiß nicht, ob es mir Sorgen machen sollte, aber ich glaube nicht.

Wir haben auch über Einsamkeit gesprochen. Fühle ich mich einsam? Nein, sehr selten. Ich kam schon immer sehr gut alleine zurecht.

Ich glaube, ich habe bisher wenig darüber hier geschrieben, weil es nie die große Rolle gespielt hat.

Warum das jetzt plötzlich eine Rolle spielt?

Ich habe eine sehr sympatische, hübsche, interessante Frau kennen gelernt und würde sie eigentlich gerne noch besser kennen lernen, doch ich weiß nicht ob ich den Mut, Motivation und Stimmung aufbekomme um mich auf all das einzulassen. Natürlich vorausgesetzt, sie erwidert das Interesse.

Ich bin einfach absolut aus der Übung was flirten betrifft. Meine letzte romantische Verabredung (Es gibt wirklich keinen Anglizismus, den ich mehr hasse als "Date") dürfte vor fast zwei Jahren gewesen sein. Traurig für einen Mittzwanziger? Vielleicht, aber wie gesagt, es ist mir einfach nicht so wichtig. Ich habe weder aktiv noch wirklich passiv nach irgendwem gesucht.

Eigentlich habe ich ja wie immer nichts zu verlieren. Ich müsste nochmal darüber nachdenken, am liebsten bei einem Bier, aber soviel Zeit darf ich mir wohl nicht lassen.

Alles albern, meine Unsicherheit macht mich fertig. Mir scheint's als steige mir meine Nüchternheit zu Kopf.

Unwohlige Grüße,
Kas

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Dienstag, 24. September 2019
Report #69
Zustand: nüchtern.

Mit vier Tassen Kamillentee intus sitze ich bereits im Bett, schaue noch etwas fern und beobachte den Schein einer Kerze, die ich mir angesteckt habe. Nur für mich. Für etwas mehr Sanftheit.

Der Tag war gut. Irgendwie. Ausgeschlafen, Wohnung aufgeräumt, bummeln und essen in der Innenstadt, Lebensmittel einkaufen für die Woche, spazieren und die wenigen, kurzen Sonnenstrahlen genießen, joggen im Dunklen, heiße Dusche. Und jetzt im Bett.

Was man ebenso tut wenn man frei hat. Prüfungen erledigt an der Uni und Urlaub auf der Arbeit. Ein unerwarteter Traum.

Jetzt habe ich unerwartet viel Zeit für mich und meine Probleme. Ich muss das trinken sein lassen. Ich muss diese niederdrückende Phase überfinden, wieder mehr Selbstvertrauten sammeln. Die letzten Wochen waren eine einzige Qual. Jeder verdammte Tag. Die Batterien sind einfach leer. Ausgelaugte Seele.

Ich habe ein Luxusproblem. Ich weiß nicht was ich nach meinem Studium machen will. Ich mache mir keine Sorgen darum, dass ich keinen Job finde, sondern das ich nur welche finde, die mir nicht das geben, was ich brauche. Es ist kompliziert.

Aber eigentlich bin ich zuversichtlich. Irgendwie. Vielleicht. Warum sollte auch nicht alles gut werden?
Irgendwann kommt die Zeit, wenn alles gut ist.

Vielleicht muss man einfach mal mehr neues ausprobieren. Dem Trott ausbrechen. Alles wird gut.

Einfache Grüße,
Kas

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Mittwoch, 21. August 2019
Report #68
Ich lebe noch. Zustand kritisch. Zumindest aeelisch.
Wie füttert ihr eure Seele?

Alles fühlt sich an wie verlieren, jeder noch so kleine Moment wie eine Niederlage. Ich trinke wieder mehr. Zu viel.

Ich habe mir reihenweise Bücher bestellt, doch komme nicht zum lesen. Mir fehlt die Muße, ich bin zu aufgewühlt und dazu noch zu viel zu tun. Arbeit und Uni, Uni und Arbeit.

Ich bin auf der verzweifelten Suche nach einem Anker und meiner Kreativität. Aber ich weiß nicht wo es ist. Irgendwie wieder mehr fühlen.

Das Problem ist, dass Besserung nicht in Sicht ist. Glaube ich. Fühle ich. Ich bräuchte mehr Hoffnung, mehr Zuversicht.

Irgendwie mehr Leben.

Aufgewühlte Grüße mit ganz viel Liebe,
Kas

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