Dienstag, 24. September 2019
Report #69
Zustand: nüchtern.

Mit vier Tassen Kamillentee intus sitze ich bereits im Bett, schaue noch etwas fern und beobachte den Schein einer Kerze, die ich mir angesteckt habe. Nur für mich. Für etwas mehr Sanftheit.

Der Tag war gut. Irgendwie. Ausgeschlafen, Wohnung aufgeräumt, bummeln und essen in der Innenstadt, Lebensmittel einkaufen für die Woche, spazieren und die wenigen, kurzen Sonnenstrahlen genießen, joggen im Dunklen, heiße Dusche. Und jetzt im Bett.

Was man ebenso tut wenn man frei hat. Prüfungen erledigt an der Uni und Urlaub auf der Arbeit. Ein unerwarteter Traum.

Jetzt habe ich unerwartet viel Zeit für mich und meine Probleme. Ich muss das trinken sein lassen. Ich muss diese niederdrückende Phase überfinden, wieder mehr Selbstvertrauten sammeln. Die letzten Wochen waren eine einzige Qual. Jeder verdammte Tag. Die Batterien sind einfach leer. Ausgelaugte Seele.

Ich habe ein Luxusproblem. Ich weiß nicht was ich nach meinem Studium machen will. Ich mache mir keine Sorgen darum, dass ich keinen Job finde, sondern das ich nur welche finde, die mir nicht das geben, was ich brauche. Es ist kompliziert.

Aber eigentlich bin ich zuversichtlich. Irgendwie. Vielleicht. Warum sollte auch nicht alles gut werden?
Irgendwann kommt die Zeit, wenn alles gut ist.

Vielleicht muss man einfach mal mehr neues ausprobieren. Dem Trott ausbrechen. Alles wird gut.

Einfache Grüße,
Kas

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Es ist okay auch mal nicht okay zu sein
Hey Kas,
Hast du schon neues ausprobiert? Bist du dem Trott entronnen?
Ich hoffe es geht dir gut! Doch wenn es nicht so ist, dann ist das auch in Ordnung.
Mir kam gerade ein Gedanke, den ich loswerden muss...
Ich glaube wir versuchen zu oft dem zu entkommen, was wir als "nicht okay" bezeichnen, anstatt es anzunehmen, zu akzeptieren und dann daran zu arbeiten.
Keine Ahnung ob das Sinn ergibt...

Eine große Umarmung an dich!
Lanika

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Hey Lanika, Danke! Eine große Umarmung zurück!

Ja, mehr oder weniger. Immer mal was neues! So gut es geht.

Und ja, ich glaube du hast Recht. Erst kommt das akzeptieren, dann das arbeiten und dann das ändern. :)

Kas

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