Sonntag, 8. Dezember 2019
Traumroutine I
Mit aller Kraft drückt er meinen Kopf in den Dreck während die Welt um uns herum untergeht. Das, was von meinem Körper übrig geblieben ist, schreit mit aller Sehnsüchte nach dem Tod. Ich spüre seinen warmen, harten Körper, den er unter größter Anspannung an mich drückt, um den Scheusalen und Bestien weniger Angriffsfläche zu bieten, mit einer Intensität, die ich niemals habe träumen können.

So verharren wir mehrere Ewigkeiten, ehe sich die Lage für einen Moment entspannt. Mit einem Ruck reißt er meinen Kopf aus dem Dreck und meine Lungen füllen sich schmerzlich mit der lang ersehnten Luft. Er dreht meinen Körper herum und schaut mich mit seinen glänzenden Augen und seinem irren Lachen an.

Sein Blick durchbricht die letzten Fesseln meines Verstandes und erreicht die Ufer meiner innersten, verletzten Seele.

"Kas, vergiss nicht: Der Schmerz des Lebens lohnt sich. Jeder einzelne Moment."

Damit lässt der Irre von mir ab, springt auf und sprintet mit dem agonischsten aller Lachen den Toren aller Höllen entgegen.

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Montag, 2. Dezember 2019
Uhrmensch
Eigentlich will ich nur funktionieren
wie ein Uhrwerk und
sterben
wie John Henry.

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Sonntag, 1. Dezember 2019
Ende einer Nacht
»Sag mir Kas, wann haben wir angefangen zu sterben?«
»Ich weiß es nicht, wahrscheinlich mit dem Moment unserer Geburt?«
»Und... warum hat es sich dann nie angefühlt, als würden wir leben?«

Stille.

»Was hattest du denn erwartet?«
»Nicht das... Zumindest nicht das.«

Stille.

»Und..., wenn wir es nochmal versuchen würden?«
»Nochmal versuchen?«
»Ja, das..., das mit dem Leben.«

Stille.

»Du vegisst: Wir sind tot.«
»Nein, nein..., ich weiß. Ich meine ja nur.«

Stille.

»Stell dir nur mal vor: diese alles vernichtende Agonie zu besiegen mit, mit... pathetischer Euphorie.«
»Du meinst: Leben besiegen mit... Leben?«
»Ja... Vielleicht...?«

Stille.

»Einfach Ja sagen.«
»Ja?«

Stille.

»Zu was? Zum Leben?«
»Nein, nein... Ja, zum Tod.«

Stille.

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Montag, 6. August 2018
Kommentarlos
Scheiße, was ist aus mir geworden?

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Donnerstag, 9. November 2017
Neugier
Im Moment des Abgrunds
verlässt mich mein Horizont
Neugierde erfüllt mich:
Was werde ich tun?

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Mittwoch, 25. Oktober 2017
Heimsuchung
Nacht.
Schlaflos.
Zweifelgetränkter Selbsthass.

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Sonntag, 16. Juli 2017
Dieb der Nacht
Wer ruhig schlafen kann,
hat nicht genug verbrochen.

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Donnerstag, 29. Juni 2017
Verloren im Tal
Ich verfalle
im Stress
Verloren im Tal
umgeben von Gipfeln der Arbeit
Die Last wartender Taten
drückt mich hinab.

Doch im Elend
ein längst vermisstes Gefühl
zeigt mir
dass ich lebe.

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Freitag, 2. Juni 2017
Nachtfahrt
Es ist spät.
Es ist dunkel.
Ich fahre.

Melancholia,
überfällt mich.
Wo sind die Tage?
Es bleiben
nur Nächte.

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Dienstag, 30. Mai 2017
Sumpf der Fragen
Ich versinke
im Sumpf der Fragen
panisch suche ich nach Halt.

Doch die Oberfläche
gibt mir nichts
und so strampele ich
nach rettendem Grund.

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