Sonntag, 8. Dezember 2019
Traumroutine I
Mit aller Kraft drückt er meinen Kopf in den Dreck während die Welt um uns herum untergeht. Das, was von meinem Körper übrig geblieben ist, schreit mit aller Sehnsüchte nach dem Tod. Ich spüre seinen warmen, harten Körper, den er unter größter Anspannung an mich drückt, um den Scheusalen und Bestien weniger Angriffsfläche zu bieten, mit einer Intensität, die ich niemals habe träumen können.

So verharren wir mehrere Ewigkeiten, ehe sich die Lage für einen Moment entspannt. Mit einem Ruck reißt er meinen Kopf aus dem Dreck und meine Lungen füllen sich schmerzlich mit der lang ersehnten Luft. Er dreht meinen Körper herum und schaut mich mit seinen glänzenden Augen und seinem irren Lachen an.

Sein Blick durchbricht die letzten Fesseln meines Verstandes und erreicht die Ufer meiner innersten, verletzten Seele.

"Kas, vergiss nicht: Der Schmerz des Lebens lohnt sich. Jeder einzelne Moment."

Damit lässt der Irre von mir ab, springt auf und sprintet mit dem agonischsten aller Lachen den Toren aller Höllen entgegen.

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